Wie stelle ich mir das Paradies vor?

Blauer Himmel, leise kreisen die ausgebreiteten Schwingen eines Seeadlers über der spiegelnden Wasserfläche. Kein Motorengeräusch weit und breit. Dagegen, das zwitschernde Singen anderer Vögel, die ich in ihrem leuchtenden blauen oder grünen Federkleid im Gebüsch entdecke. Ein Eisvogel oder ein Papagei. Die Sonne leuchtet vom Himmel und wärmt meine Haut. Wird es mir zu viel, dann ziehe ich mich in den Schatten der ausladenden Palmen zurück. Der Duft der exotischen Blumen steigt mir in die Nase. Meine nackten Füße berühren den Boden und gehen über das taunasse Gras am Morgen.

Eine gute Seele entdeckt mich und fragt mich, ob ich einen Tee wünsche. Da nehme ich das Kreischen spielender Affen im Dschungel nebenan wahr. Voller Aktivität und Lebenslust machen sie auf sich aufmerksam. Mein Blick wandert über die spiegelnde Wasserfläche. Weit draußen liegt die überdachte Seeterrasse, auf der ich mich in der Mittagshitze gerne niederlasse, und mir die Nasenspitze vom Wind umsäuseln lasse. Dies ist auch der Platz, dem täglichen Farbenschauspiel des Sonnenuntergangs beizuwohnen.

Noch lange könnte ich mich in Beschreibungen ergehen, um die Anlage der Villa Raphael zu beschreiben.

Kur-Alltag

Ayurveda Resort Tajmilan Hatha Yoga Lehrer in der Baum Pose Vrksasana

Wir erlebten hier herrliche drei Wochen. Bisher hatte ich nur die Lage beschrieben. Genauso beeindruckend war die Ayurvedakur. Das morgendliche Yoga und Meditation an frischer Luft, von dort an den gedeckten Frühstückstisch mit frisch gepresstem Obstsaft, einem Teller frischen exotischen Obstes, den Rotis aus Hirsemehl und Kokosflocken. Der Suppe, die es vor jeder Mahlzeit gab. Ungewohnt für uns Europäer, aber stets lecker. Gegen Ende der Mahlzeit, die wir immer am runden Tisch einnahmen, erschienen die Therapeuten und nannten uns die Zeiten, wann wir mit der Behandlung dran wären. Das waren die Höhepunkte. In aller Ruhe von den Haarspitzen bis zu den Zehenspitzen durchgeknetet und durchgewalkt zu werden. Jeder Therapeut hatte unterschiedliche Handgriffe in seinem Repertoire. Wir vertrauten uns ihren Händen und ihrem Können an und fühlten uns am Ende der Kur wie neu geboren..

Bezeichnend ist auch die Freundlichkeit aller Mitarbeiter, die uns begegnet ist. So viele „Smilies“ bekomme ich sonst im ganzen Jahr nicht.

Waren gerade keine Anwendungen und Ruhepausen angesagt, schnappten wir uns die Fahrräder und lernten die umliegenden Dörfer kennen, wo wir z.B. mal zusahen, wie Bauern gerade die Rinde von Zimtbäumen ablösten. Oder wir paddelten über den See oder ließen uns vom Tuk Tuk zum Strand bringen in 10 Minuten, wo wir ausgiebig im immer 27° C warmen Ozean schwammen, unterbrochen von einem Strandspaziergang. Keine Quallen, keine Seeigel, keine Gefahr und dank der Strandreinigung, stets ein appetitlicher sauberer Strand.

Unser Fazit:

Um zu meinem Anfang zurückzukehren: Wir haben das Paradies gefunden! Dank an alle Mitarbeiter, an Roland und den Himmel, der uns so beschenkt hat! Wir kommen wieder!

Herbert und Susanne aus Nürnberg in der Villa Rahael  vom 14. März bis 5. April 2018
2019-04-08T08:06:04+00:00